ACARIVOR gegen Grasmilben - Richtige Anwendung
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ACARIVOR richtig anwenden
So bringen Sie Raubmilben erfolgreich im Garten aus
Wer Grasmilben im Garten langfristig reduzieren möchte, setzt häufig auf biologische Gegenspieler im Boden. Eine Möglichkeit besteht darin, spezielle Raubmilben auszubringen, die gezielt nach Grasmilbenlarven suchen.
Damit diese Nützlinge optimal arbeiten können, kommt es vor allem auf den richtigen Zeitpunkt, passende Bedingungen und eine regelmäßige Anwendung an. Mit einer guten Vorbereitung lassen sich die Erfolgschancen deutlich verbessern.

Der richtige Zeitpunkt für den Start
Grundsätzlich gilt: Je früher man mit der Anwendung beginnt, desto besser.
Idealerweise startet man vor oder zu Beginn der Grasmilben-Saison, also häufig im späten Frühjahr. In vielen Regionen werden Grasmilbenlarven ab Ende Mai oder Anfang Juni aktiver.
Wer bereits zu diesem Zeitpunkt Raubmilben ausbringt, verschafft ihnen einen Vorsprung gegenüber der Grasmilbenpopulation.
Aber auch später in der Saison kann eine Anwendung sinnvoll sein. Wenn der Befall bereits besteht, hilft der Einsatz dabei, die aktuelle Population im Garten zu reduzieren und den Befallsdruck zu senken.
Mehr zur Frage, ob man eher akut oder präventiv handeln sollte, erfahren Sie im Artikel Akut oder präventiv handeln bei Grasmilben.
Dosierung und Fläche
Raubmilben werden meist zusammen mit einem Trägermaterial wie Kleie oder Vermiculit geliefert. Dieses Material erleichtert die gleichmäßige Verteilung auf dem Rasen.
Die benötigte Menge hängt vor allem davon ab:
- wie groß die zu behandelnde Fläche ist
- wie stark der Befall im Garten bereits ist
Bei starkem Befall kann zunächst eine intensivere Anfangsphase sinnvoll sein, in der über mehrere Wochen hinweg regelmäßig Nützlinge ausgebracht werden.
Danach wechseln viele Anwender in eine Erhaltungsphase, bei der die Anwendung in größeren Abständen wiederholt wird.
Grundsätzlich gilt dabei ein wichtiger Grundsatz:
Regelmäßigkeit ist meist wichtiger als eine einmalig sehr hohe Menge.
Vorbereitung des Rasens
Bevor die Raubmilben ausgebracht werden, lohnt sich eine kurze Vorbereitung des Gartens.
Rasen mähen
Ein bis zwei Tage vor der Ausbringung sollte der Rasen auf normale Höhe gemäht werden. Sehr kurzes Mähen ist jedoch nicht empfehlenswert, da der Boden sonst stärker aufgeheizt wird.
Entfernen Sie außerdem:
- größere Mengen Schnittgut
- Laub
- dichtes Pflanzenmaterial
Das erleichtert den Nützlingen den Zugang zum Boden.
Rasen bewässern
Eine ausreichende Bodenfeuchtigkeit hilft den Raubmilben, sich schnell in bodennahe Bereiche zurückzuziehen.
Viele Gartenbesitzer bewässern den Rasen daher am Vorabend der Ausbringung gründlich. Dadurch bleibt der Boden angenehm feucht, ohne dass sich Pfützen bilden.
Wetterbedingungen beachten
Auch das Wetter spielt eine wichtige Rolle für eine erfolgreiche Anwendung.
Besonders günstig sind:
- milde Temperaturen zwischen etwa 15 und 25 °C
- leicht feuchte Böden
- ein bewölkter Tag oder der späte Abend
Direkte Mittagssonne und starke Hitze können dagegen problematisch sein, da die winzigen Tiere beim Ausbringen austrocknen könnten.
Bei sehr heißen Sommertagen empfiehlt es sich daher, die Anwendung erst spät am Abend vorzunehmen.
Ausbringung im Garten
Die Anwendung selbst ist in der Regel unkompliziert.
Öffnen Sie die Packung mit dem Trägermaterial und verteilen Sie es möglichst gleichmäßig auf den Grünflächen. Da die Raubmilben extrem klein sind, sieht man sie meist nicht mit bloßem Auge.
Achten Sie besonders auf Bereiche, in denen häufig Stiche auftreten. Trotzdem empfiehlt es sich, alle Grünflächen zu behandeln, da die eigentlichen Hotspots im Garten oft schwer zu erkennen sind.
Auch folgende Bereiche sollten einbezogen werden:
- Rasenränder
- Übergänge zu Beeten
- Bereiche unter Sträuchern
- Wege und Randflächen
Grenzen zu Nachbargrundstücken
Wenn angrenzende Flächen ebenfalls als mögliche Quelle für Grasmilben infrage kommen, kann es sinnvoll sein, entlang der Grundstücksgrenze eine schmale Linie des Trägermaterials auszubringen.
Die Raubmilben können sich von dort aus in beide Richtungen bewegen und helfen, den Randbereich zu stabilisieren.
Bewässerung nach der Ausbringung
Direkt nach der Anwendung sollte der Rasen möglichst nicht stark beregnet werden, damit das Trägermaterial nicht weggespült wird.
Ab dem folgenden Tag kann eine leichte Bewässerung sinnvoll sein, um:
- die Bodenfeuchtigkeit zu erhalten
- den Nützlingen das Eindringen in den Boden zu erleichtern
Dabei empfiehlt sich ein sanfter Sprühregen, statt eines starken Wasserstrahls.
Automatische Beregnungsanlagen
Wer eine automatische Bewässerung nutzt, kann diese entsprechend anpassen.
Oft ist es besser:
- häufiger und kürzer zu bewässern
- einen feinen Sprühstrahl zu verwenden
- Staunässe zu vermeiden
So bleibt der Boden gleichmäßig feucht, ohne dass das Trägermaterial weggespült wird.
Geduld nach der Anwendung
Nach dem Ausbringen sieht man zunächst keine sichtbaren Veränderungen. Das ist vollkommen normal.
Die Raubmilben ziehen sich schnell in bodennahe Schichten zurück und beginnen dort mit der Suche nach Beute.
Erste Veränderungen bemerken viele Gartenbesitzer häufig erst nach einigen Tagen, wenn weniger neue Stiche auftreten.
Wiederholung der Anwendung
Da Grasmilbenlarven über mehrere Wochen hinweg schlüpfen können, wird die Anwendung meist regelmäßig wiederholt.
Viele Anwender beobachten dabei:
- in der ersten Saison eine deutliche Reduzierung der Stiche
- im zweiten Jahr eine deutlich ruhigere Situation im Garten
Mit einer konsequenten Anwendung über mehrere Jahre hinweg kann sich das ökologische Gleichgewicht im Garten langfristig stabilisieren.
Wichtiger Hinweis zu chemischen Mitteln
Während der Anwendung biologischer Nützlinge sollte möglichst auf chemische Pflanzenschutzmittel oder Insektizide verzichtet werden.
Solche Mittel wirken meist unspezifisch und können auch die eingesetzten Nützlinge beeinträchtigen.
Düngemittel oder Kalk haben dagegen in der Regel keinen Einfluss auf die Raubmilben.
Fazit
Die Anwendung von Raubmilben im Garten ist grundsätzlich unkompliziert, wenn einige grundlegende Punkte beachtet werden.
Wichtig sind vor allem:
- ein sinnvoller Startzeitpunkt
- geeignete Wetterbedingungen
- eine gleichmäßige Ausbringung
- regelmäßige Wiederholungen während der Saison
Mit Geduld und einer konsequenten Strategie kann sich so über die Zeit ein stabileres Gleichgewicht im Garten entwickeln.
Häufige Fragen: ACARIVOR richtig anwenden
Bei welchem Wetter sollten Raubmilben ausgebracht werden?
Ideal sind milde Temperaturen zwischen etwa 15 und 25 °C sowie leicht feuchte Böden. Häufig wird empfohlen, die Anwendung am Abend oder an einem bewölkten Tag vorzunehmen.
Muss der Rasen vorher bewässert werden?
Eine gründliche Bewässerung am Vorabend kann helfen, den Boden ausreichend feucht zu halten. Dadurch fällt es den Raubmilben leichter, sich in bodennahe Bereiche zurückzuziehen.
Kann man Raubmilben einsetzen, wenn zuvor Chemie verwendet wurde?
Ja, allerdings empfiehlt es sich, nach der letzten chemischen Behandlung eine Wartezeit von etwa ein bis zwei Wochen einzuhalten und den Rasen in dieser Zeit mehrfach zu bewässern.
Weitere Beiträge rund um Grasmilben
Wenn Sie sich ausführlicher über Grasmilben und mögliche Maßnahmen im Garten informieren möchten, finden Sie in unseren weiteren Ratgebern zusätzliche Informationen:
- Was sind Grasmilben? Ursachen und Hintergründe im Garten
- Grasmilben Saison: Wann sie auftreten und wie lange die Behandlung dauern kann
- Lebenszyklus der Grasmilbe: Warum Timing entscheidend ist
- Grasmilben im Garten erkennen: Typische Anzeichen im Rasen
- Was hilft gegen Grasmilben? Überblick über mögliche Methoden zur Bekämpfung
- ACARIVOR: Raubmilben effektiv und nachhaltig gegen Grasmilben einsetzen
- Akut oder präventiv handeln: Den richtigen Zeitpunkt für eine nachhaltige Behandlung treffen
- Hausmittel & Chemie gegen Grasmilben: Was häufig empfohlen wird und was tatsächlich helfen kann
- Grasmilben bei Hunden: Mögliche Symptome und worauf Tierhalter achten sollten
- Grasmilben im Bett: Woher sie kommen können und was Sie tun können
Zur biologischen Kontrolle im Boden werden häufig Raubmilben als natürliche Gegenspieler eingesetzt.